Der Erste Dienstag mit Elena Retica

Rejection Sensitive Dysphoria (RSD): Wenn (vermeintliche) Ablehnung zu tiefem emotionalem Schmerz wird – und wie wir sensibler damit umgehen.

Findet statt am:
Dieses Event gehört zu Eventreihe:
Der erste Dienstag
Zum Event anmelden

Es braucht einen Paradigmenwechsel. Weg vom Defizitblick, hinzu echter Anerkennung neurologischer Vielfalt. Damit neurodivergente Menschen nicht länger lernen müssen, sich selbst zu verstellen, um dazuzugehören.

Elena Retica

Für Menschen mit Rejection Sensitive Dysphoria (RSD) ist Kritik kein sachliches Feedback, sondern ein physischer Schlag. Jede kleinste Andeutung von Ablehnung, ein veränderter Tonfall oder eine unbeantwortete Nachricht kann eine Welle von überwältigendem emotionalem Schmerz auslösen. Betroffene erleben diesen Zustand oft als existenzielle Bedrohung, die von tiefer Scham, Selbstzweifeln und sozialem Rückzug begleitet wird. Um diesen unerträglichen Gefühlen zu entgehen, flüchten sich viele in erschöpfenden Perfektionismus oder extremes „People Pleasing“. Das Referat beleuchtet diese oft verkannte psychische Not und zeigt Wege zu mehr Selbstmitgefühl und Entlastung auf.

Elena Retica ist diplomierte Autismus- und ADHS-Coach mit eigener Praxis in Wettingen. In ihrer Arbeit berät sie Eltern und betroffene Erwachsene, coacht neurodivergente Kinder, unterstützt Lehrpersonen und führt psychoedukative Angebote in Firmen durch. Außerdem betreibt sie sehr aktiv Aufklärung über Neurodivergenz auf Instagramm, ist Leiterin von Gesprächsgruppen und Mitgründerin des Podcasts Bunt im Kopf. Elena ist außerdem Vorstandsmitglied beim Fachverein PDA Autismus Profil FAPDA.

Elenas Arbeit ist auch persönlich geprägt: Sie und ihr Sohn haben selbst die Doppeldiagnose ADHS und Autismus. Dank den damit gemachten Erfahrungen kann sie Brücken schlagen zwischen Fachwissen, Empathie und gelebter Realität.  

online auf Zoom teilnehmen